26. Juli 2011

Neuschwanstein von oben

Unser Auto gleicht wie früher einem Zigeunerwagen und wir beweisen wieder einmal, dass Packen ein Element der Lebenskunst ist. Als Proviant nehmen wir Fröhlichkeit und Fürsorglichkeit mit, aber auch allerlei Bedenken. Wir sind unterwegs zu einem neuen Flugplatz, Kempten, und wollen dort mit unserem Apis 2 den Sommerurlaub verbringen. Letzte Checks, der Motor fährt sauber ein uns aus, wir hängen an und fahren in den Urlaub. Allein das ist neu an unserem fliegerischen Konzept.

Nach der nicht allzu langen Fahrt durch schöne Landschaft, kommen wir bei unserer Ferienwohnung an, den Flieger haben wir dabei. Das Wetter ist noch schlecht, wir wollen erst auf eine Besserung warten, bevor wir ihn zum Flugplatz bringen. Noch an selben Abend umwandern wir den See, der gleich hinter unserer Wohnung liegt. Mit Vorfreude auf den ersten Erkundungsflug gehe ich ins Bett.

Ein paar Wochen zuvor waren wir mit dem Eurostar schon einmal hierher geflogen. Weniger als eine Stunde dauerte das von Donaueschingen aus. Wir verlängerten gleich über Kempten hinaus und statteten der Stadt Füssen und dem Schloss Neuschwanstein einen Besuch aus der Luft ab. Es würde länger dauern, bis ich dies mit meinem Apis 2 tun konnte. Das Wetter war schlecht, erst später las ich im Reiseführer, das der August im Allgäu der regenreichste Monat (im Schnitt 16 Regentage) war. Aber es gab ja auch so genug zu tun, vor allem: Ausschlagen, gemütlich Frühstücken, Zeit zusammen verbringen.

Nach ein paar Tagen dann endlich fliegbares Wetter. Eine Entscheidung des Lichts, das an diesem Morgen anders als bisher durch die Ritzen der Fensterläden dringt. Ich spüre es intuitiv, ohne darüber nachzudenken, steht ich auf, um aus dem Fenster schauen zu können. Meine Frau weiß dann schon, was passiert. Ich werde unruhig, dränge, quängele. Wie ein Kind, mit dem man Geduld haben muss.

Wir fahren das erste Mal mit dem Hänger zum Flugplatz und bekommen problemlos einen Platz zugewiesen. Was zu Hause ein Riesending darstellt, geht hier mühelos. Zwischendurch wohnten wir für zwei Tage im Hotel, weil die Stadt beschlossen hatte, die Straße vor unserer Ferienwohnung aufzureißen und neu zu teeren. Aber nun ist es soweit. Der Fliegerurlaub – als Urlaub im Urlaub – kann beginnen. Zu zweit bauen wir das Schmuckstück auf. Meine Innovation – eine Wasserwaage auf dem Seitenleitwerk – macht sich bezahlt. So kann ich den Apis 2 besser horizontal ausrichten. Die Montage ist damit ein Kinderspiel. Bei den leichten Flügeln sowieso. Immer das gleiche Ritual, das Sicherheit schafft: Montage, abkleben, Ruderkontrolle, Vorflugkontrolle.

Ich bereite mich für meinen ersten Start in Kempten vor. Etwas mulmig ist mir schon. In Verlängerung der Startbahn 25 muss ich einen Fluss überfliegen, dann nach links schwenken, immer dem Fluss entlang, gegen das aufsteigende Gelände. Aber alles funktioniert mühelos. Der Start gelingt problemlos, das Steigen ist propper, ich kreise ein paar Minuten später über dem Speichersee hinter unserer Ferienwohnung. Erstaunlicherweise ist das Steigen mitten über dem See am besten.

Obwohl die Thermik in den Bergen ganz gut entwickelt ist, halte ich mich noch respektvoll zurück. Mir gelingt wunschgemäß ein aufregender Flug vor gigantischer Kulisse. Ich fliege über Füssen und komme doch noch an Neuschwanstein vorbei. Ein paar Tage später werden wir den Hausberg dort ganz sportlich zu Fuß erklimmen. Jede dieser Begegnungen ist auf eine besondere Art unvergleichlich schön.

Das Wetter in den wenigen fliegbaren Tagen (fünf in zwei Wochen) wird immer schlechter. Immer wieder saufe ich ab und muss den Motor ausfahren und starten. Immer gelingt das problemlos.

Bei meinem zweiten Flug halte ich Zwiesprache mit der Sonne. Es ist blau, keine Wolke weit und breit. Aber es ist ein guter Tag, um den Flieger zu testen und sich intensiver mit dem Flugverhalten zu beschäftigen. Das minimale Flattern bei ca. 105 km/h hatte ich schon bei den ersten Flügen über dem Schwarzwald kennen gelernt. Es ist absolut unproblematisch, da man meist langsamer oder schneller fliegt. Ungewohnt sind allein die sehr starren Kohleflügel, mit denen sich die Thermik nicht ganz so intuitiv erspüren lässt. Mehrere Male sehe ich mir meine Mini Nimbus zurück, der in dieser Hinsicht ganz wunderbar war. Aber ich vergegenwärtige mir auch die Vorteile: das Flugverhalten ist, trotz des (relativ) geringen Gewicht des Fliegers auch in ruppiger Luft, in Blauthermik oder Thermik ganz allgemein, sehr angenehm stabil.

Immer wieder gelingt es mir, mit großen Greifvögeln zu kreisen, bis ich merke, dass etwas nicht stimmt. Ich werde das später noch öfter feststellen. Die Vögel reagieren irgendwie aggressiv auf den Apis 2. Möglich, dass es an der Flügelform liegt, die, von einer bestimmten Perspektive aus betrachtet, leicht an einen Habicht erinnert. Jedenfalls mehr als an eine Biene.

Die Cirren am Himmel kommen immer näher und damit steigt auch Traurigkeit auf in mir. Was das der Auftakt oder schon das Finale? Wohin mit meinen aufgestauten Sehnsüchten? Die Flüge sind – immer gemessen am Diktum des OLC – überhaupt nicht aufsehenerregend. Dennoch bin ich abends nach der Landung müde von den vielen neuen Eindrücken. Noch ist es nicht das, was ich mir erhofft hatte. Technische Probleme zwingen mich, den Urlaub zu unterbrechen und für eine Reparatur nach Mengen zu fahren. Immer gibt es Ärger mit dem Auspuff, der Aufhängung. Es wird mich noch viel Überlegungen und Mühe kosten, diese Problem (das einzige) zu lösen. Ich werde ungeduldig, zweifle meine Entscheidung an, muss mühsam lernen, mit meiner eigenen Philosophie umzugehen!

Aber am Ende werden es sechs Flüge sein. Nicht gerade eine preisgekrönte Erfolgsbilanz, aber ich habe viel gelernt. Über den Flieger, den man sich aneignen muss, Stück für Stück. Über mich, meine eigentlichen Sehnsüchte. Und allein dafür hat es sich schon gelohnt.

15. Juli 2011

Problems fixed

Inzwischen kenne ich die Strecke nach Mengen schon so gut, dass ich mir vorstellen kann, meine fliegerische Basis dorthin zu verlegen. Unterstützt werden derartige Überlegungen durch die absurde Forderung meines Vereinsvorstandes, der versucht mich in die Segelflugsektion des Vereins zu „zwingen“, weil ich zur Landung mit meinem Apis 2 die Graspiste des Platzes nutze. Dass ich die Landegebühr für ULs bezahle, spielt dabei keine Rolle.

Als Besitzer eines solchen „Zwitters“ hat man es nicht leicht. Formal unstrittig ist der rechtliche Status des Apis 2 - er fliegt in der UL-Klasse. Jeder kann dies an der Delta-Mike-Kennung, die seitlich auf dem Rumpf angebracht ist, erkennen. Klar ist auch, dass der Apis 2 von Konzept und Ästhetik eher einem Segelflugzeug gleicht, und damit in die Klasse der Segelflug-Eigenstarter fällt. Schwierig wird es dann, wenn es um konkrete Fragen geht: welche Platzrunde darf/soll ich fliegen? Oder eben die Frage, warum ich nicht Mitglied in der Segelflugsektion werden möchte, wenn doch auch die Piloten, die einen Delta-Kilo-Eigenstarter oder -Turbo fliegen, dort Mitglied sind.

Meine Antwort darauf: der Apis 2 ist die Lösung für alle, die unabhängig segelfliegen möchten, ohne deswegen zwangsweise Mitglied in irgendeinem Segelflugverein zu sein. Es ist das Verdienst dieses Konzepts und dieser Konstruktion eine neue, wenngleich hybride, Klasse geschaffen zu haben. Allerdings eine Nische - und so sollte man dieses „Luftsportgerät“ auch behandeln, inklusive seiner Piloten.

Dieses Problem wird sicher noch lange nicht gelöst sein. Meine technischen Probleme sind - nach so vielen Wochen des Wartens und einer letzten Fahrt nach Mengen - nun endlich gelöst! Eine neue Motorsteuerung ist eingebaut, der Motor lässt sich wieder problemlos ein- und ausfahren. Ein vertauschter Stecker war das Grundproblem, eine verkehrt gepolte Batterie gab der Motorsteuerung den Rest. Ich bange nun, ob unser Urlaub stattfinden wird

1. Juli 2011

Harter Entzug

Es geht einfach nicht, ob ich will oder nicht! Bislang konnte ich in den letzten 25 Jahren solche Situationen erfolgreich vermeiden. Oder anders gesagt: Ich habe immer eine Möglichkeit gefunden, einen irrsinnigen Aufwand zu betreiben, um mit meinen Verlustängsten umzugehen. Denn um nichts anderes geht es hier: Um Verlustängste, die Angst, einen Flug, der möglich wäre, zu verpassen. Es ist die Angst des modernen Menschen, das eigene Leben zu verpassen.

Nun geht es einfach nicht. Die berühmten Sachzwänge schlagen mit einer erbarmungslosen Härte zu. Mein Stolz tut ein Übriges. Zudem will ich es einfach wissen: geht es auch ohne? Es geht! Ich schaffe es, ganz Tage, die sich hervorragend zum Streckenfliegen eignen würden, mit anderen Dingen zu verbringen ohne ständig zu jammern.

Das erste Mal überhaupt seit ich denken kann, schmerzt mich der Anblick dieser Wolken nicht mehr. Ich zähle nicht mehr die verpassen Gelegenheiten. Ich gräme mich nicht andauernd, in dem was ich tue. Ich weiß, dass ich hätte fliegen können, aber ich sehr auch die Welt wie sie ist.

Ich lerne eine Menge über mich: Dass ich tatsächlich ruhig bleiben kann, dass dies nicht nur aufgesetzt ist. Dass es unendlich viele andere Dinge gibt, die zum exakt gleichen Zeitpunkt wichtig sind oder sein können.

13. Juni 2011

Störche in der Thermik

Es war gestern wohl das erste Mal, dass ich an einem Tag mit herrlicher Thermik nicht flog und mich dennoch entspannt fühlte! Meine Frau war deswegen völlig irritiert - immer wieder wies sie mich auf die tollen Wolken („Nutella-Wolken“) hin. Auch ich selbst verstand die Welt nicht mehr. Wie kam das nur?

Mein kleiner Apis 2 steht noch immer am Boden. Technische Probleme ziehen sich seit Wochen hin. Die neue Software für die Motorsteuerung lässt sich nicht überspielen, obwohl ich inzwischen einen Uralt-Laptop aus dem Computermuseum (mit entsprechendem Adapter) beschafft habe. Mit immer neuen Versionen der Software bin ich immer wieder neu gescheitert. Immerhin kann ich den Flieger jetzt schon blitzschnell aus dem Hänger ziehen und wieder einräumen.

Auch vorgestern scheiterte ich beim letzten Versuch. Also war klar, dass ich heute nicht würde fliegen können. Zunächst war mir das herzlich egal, das Wetter sollte durchwachsen sein. Es kam aber anders: Würde ich in die OLC-Datenbank - der Kampfarena testesterongesteuerter Schneller-Höher-Weiter-Flieger sehen (was ich aber nicht tue) - dann würden dort wahrscheinlich große Flüge auf der Ego-Bühne präsentiert. Der Himmel sah ab Mittag wirklich nicht schlecht aus. Aber was nicht ist, ist nicht. Also überlegte ich: Wandern im Schwarzwald (wie meistens) oder Wandern am Bodensee? Ich hatte mir am Tag zuvor noch neue Wanderschuhe gekauft, die wollte ich endlich einlaufen.

Ich kramte alle alten Wanderkarten hervor und fand sogar noch eine Freizeitkarte für den Bodensee mit trügerischem Maßstab. Nördlich von Meersburg entdeckte ich einen kleinen Ort mit Wanderparkplatz, von dort führte ein Weg zum Schloss Salem. Das konnte ich mir gut vorstellen! Ein wenig wandern und dann im Schlossgarten Kaffee und Kuchen. Meine Frau war einverstanden, wir fuhren los. Das Flugwetter wurde immer besser, die Wolken standen genau in die Richtung, in die wir fuhren und wir bald im Stau, denn es wollten noch mehr Menschen zum Bodensee.

Irgendwann kamen wir an. Meine Frau war verstimmt, ohne sagen zu können warum, ich relativ heiter, obwohl ich immer wieder mal Segelflieger am Himmel sah. Verdrehte Welt. Ich konnte es ihnen einfach gönnen, weil ich darauf vertraute, dass meine Zeit auch noch kommen würde. Vielleicht war es das, ein Zugewinn ein Vertrauen, an Zuversicht, an meine eigene Zeit. Jedem seine Zeit, mir meine. Ich wunderte mich über mich selbst. Wäre das früher, also noch letztes Jahr, passiert, hätte ich ständig die Ungerechtigkeit dieser Welt thematisiert, wäre aggressiv geworden und „diese nutzlosen Idioten“ verflucht, die fliegen durften, während ich zusehen musste. Heute aber spürte ich eine bislang noch nicht gekannte Ruhe in mir.

Vielleicht lag es daran, dass ich noch vor ein paar Tagen beim Arzt saß und einmal wieder merkte, wie fragil doch unser Körper und damit unser Leben ist. Wir leben auf dünnem Eis. Vielleicht lag es daran, dass ich immer noch vom fliegerischen Konzept des Apis 2 überzeugt war und ich daraus eine derart mittelfristige Perspektive ableiten konnte, so dass mich der eine Tag, an dem ich nun nicht flog, auch nicht (mehr als notwendig) ärgerte. Es mag viele Gründe dafür geben. Fest steht, ich war relativ gelassen, so wie ich es mir eigentlich wünschte. Das erste Mal seit langem.

Wir parkten, packten unsere Rücksäcke und liefen los. Kein Wort der Klage kam über meine Lippen. Ich sah mir die Wolken an, ohne wie sonst wehleidig zu jammern. Meine Frau schaute mich immer wieder misstrauisch von der Seite an, aber meine Entspannung war echt. Ich war froh, den Kreislauf der Routine durchbrochen zu haben. Froh, durch diese liebliche Landschaft, das Hinterland des Bodensees zu laufen. Froh, die Wärme zu spüren. Die Schritte taten gut, mein Körper brauchte Bewegung. Die Landschaft tat gut, meine Augen brauchten Abwechslung. Und natürlich war der Himmel, die Wolken in klarer Luft, einfach wunderschön. Dazu das Alpenpanorama in der Ferne - einfach ein Geschenk. Wäre ich nicht zufällig ein leidenschaftlicher Segelflieger, dann sähe ich darin einen perfekten Sommerhimmel an einem perfekten Sommertag. Aber genau das konnte ich trotzdem erkennen. Ich konnte mich strecken unter diesem Himmel, mich wärmen in dieser Sommersonne. Ich konnte es genießen, hier und jetzt, so privilegiert mit meiner geliebten Frau durch die Landschaft zu laufen. Und ich sah zum ersten Mal in meinem Leben Störche aus der Nähe.

Ich wies meine Frau auf die Störche hin. Sie kreisten mit gigantisch wirkender Spannweite über dem Tal. Ein Paar. Die wahren Meister in Aktion zu erleben, löste ein erhebendes Gefühl in mir aus. Sie kreisten elegant, einer schlug jedoch ab und zu mit dem Flügel, was mich zu neckischen Bemerkungen über Hilfsmotoren in Segelflugzeugen veranlasste. Dann flogen Sie ein Stück Richtung Nordwesten, weg von uns. Ich schaute ihnen sehnsüchtig nach. Tausend schöne Gedanken gingen mir durch den Kopf: So muss es gewesen sein, als Otto Lilienthal „seine“ Störche beobachtete. So musste alles begonnen haben, so musste der zentrale Gedanke geboren worden sein.

Dieser Gedanke berührte mich mehr, als es ein realer Flug, heute an diesem Tag, einer von vielen austauschbaren und damit verwechselbaren, je getan hätte. Ich überlegte, wie ich diese Szene für mein Buch über Gustav Messmer verwenden könnte (an dem ich seit einiger Zeit schreibe). Ich prüfte, wie ich die ganze Landschaft für eine Szene dieses Buchnes verwenden konnte. Ich sah alles so an, als würde ich es unmittelbar beschreiben müssen. Ich sah die Welt als Schriftsteller und damit war ich, für den Moment zumindest einer. Und genau dies war Freiheit: die Berührung mit dem Wesentlichen, die unzähligen Einzelbeobachtungen, die Stimmigkeit, die bloße Freude an der eigenen Existenz, das Wundern über die Zeitläufe und die Natur, die Gedanken, die wie Grassamen an mir vorbeitrieben. Alles das versöhnte mich mit diesem Tag. Gab mir Ruhe und Gelassenheit. Nicht wer fliegt steht über den Dingen (das ist ein Klischee), sondern wer die Freiheit hat, mit sich selbst überein zu stimmen – und sei es nur für einen Moment der Existenz. Diese Resonanz mit der Welt zu spüren geht weit über das unglaublich eindimensionale Punktesammeln des OLC hinaus.

Die Störche kehrten zurück. Mit unglaublicher Eleganz und großer Sinkgeschwindigkeit bauten sie ihre Höhe in Halbkreisen ab, wobei sie immer wieder die Kurvenrichtung wechselten. Sie gebrauchten ihren Flugkörper und ihre Flügel mit einer Akribie, die man diesen großen Vögeln auf den ersten Blick gar nicht zutrauen würde. Es sah so aus, als würden sie vom Himmel kommend punktgenau in ihr Nest stürzen und diesen Sturz bestenfalls ein wenig lässig abbremsen. Das Nest sahen wir später auf dem Rückweg. Die Menschen hatten den Störchen ein Nest auf einem Stahlpfeiler gebaut. Der kleine See in der Nähe trug den Namen „Storchenweiher“. Wie es scheint, hat die Symbiose zwischen Menschen und Störchen hier schon eine längere Tradition.

Während wir all dies beobachten konnten, während wir durch die Felder gingen und uns die Sonne wärmte, ärgerte ich mich kein bisschen darüber, dass ich selbst nicht fliegen konnte. Nicht, weil ich keine Lust dazu hätte. Meine Sehnsucht, endlich wieder zu fliegen, war unendlich groß. Aber noch größer war die Freude, hier und heute einen echten Sommertag zu erleben. Das Erlebnis dieses Sommertages gab mir alles an Freude zurück, was ich in letzter Zeit verloren hatte.

Ich breitete die Arme aus, um die Wärme dieses Tages zu spüren. Ich sog den Lufthauch, der von der warmen Teerstraße aufstieg, in meine Nase und erinnerte mich an Kinderspiele auf dem Gehsteig vor dem Haus. Ich roch die Erde, die Felder, die Bäche, die dazwischen flossen. Aus diesen Gerüchen und aus der Wärme, die meinem Körper so gut tat, entstand das Bild eines einzigartigen Sommertages für den es nicht viel mehr gebraucht hatte, als eine Entscheidung am Frühstückstisch.

Wie sahen meine Sommer sonst aus? Wenn ich flog, dann konnte ich die Wärme und die Gerüche der Sommertage nicht spüren. Ich überflog das alles. Wenn ich am Abend landete, dann konnte ich nur noch das Ausglimmen des Tages erahnen. Von schmerzlicher Melancholie begleitet, merkte ich Ende August immer nur, dass der Sommer, auf den ich mich eigentlich so sehr gefreut hatte, vorbei war. Dann gab es keine Thermik mehr, dann konnte ich innerlich entspannen. So absurd wie das war, so real bestimmte es mein Leben.

Aber wie armselig (ein sehr schönes deutsches Wort, übrigens) war dies alles im Vergleich zu einem bodenständigen Sommertag, der auch als solcher erlebt wurde? Es war der erste Tag in meinem Leben, der gerade deshalb schön war, weil ich nicht geflogen bin und weil ich mich bewusst und mit echter Freude auf das, was da war, eingelassen habe. Natürlich freute ich mich schon auf den nächsten Flug. Aber ich hoffte auch, dass es noch den einen oder anderen Sommertag wie diesen geben wird, mit Blasen an den neu eingelaufenen Schuhen, Eis am See und eleganten Störchen, in denen das Sinnbild für die Sehnsucht nach dem Schönen erkannt werden konnte.

29. Mai 2011

Status Failure

Ein Testbericht über den Apis 2 war überschrieben mit dem Titel „Klappt super!“. Das war mal endlich ein genialer Titel: einprägsam und fast schon paradigmatisch. Der kleine Flieger wurde als geniales Gesamtpaket beschrieben, bei dem einfach alles stimmt.

Nun, ich sehe das immer auch so. Nur heute war sicher nicht mein Tag. Obwohl ich mit einer Neuigkeit aufwarten kann: Ich habe meinen Apis 2 das erste Mal mit einer Ein-Mann-Aufbauhilfe aufgebaut. Das ging erstaunlich einfach und dauerte auch nicht viel länger als das sonst übliche Gestecke, mit dem meist allerlei Geschrei und Gezeter von wohlmeinenden Helfern verbunden ist. Manchmal stimmt es schon: Hilfe, mir wird geholfen! Also dann besser ohne fremde Hilfe. Das ist sowieso das Motto für diesen schönen Flieger. Leider klappte dann nichts mehr so richtig.

Zunächst war es nur die Motorsteuerung. Der kleine Zweitakter, den ich zum Check halb ausgefahren hatte, blieb einfach in dieser Stellung stecken. Er wollte nicht rein und nicht raus. Zunächst dachte ich daran, dass der Akku leer sei. Das konnte aber eigentlich nicht sein, da ich ihn ja die ganze Nacht am Ladegerät hängen hatte. Ich versuchte es mit Nachladen, ich versuchte es mit anderen Akkus. Immer tauchte die blöde Fehlermeldung: „Status Failure“ in der Anzeige des ECU (Engine Control Unit auf).

Mir war klar, dass ich diesen Tag fliegerisch vergessen konnte. Allerdings blieb ich für meine Verhältnisse erstaunlich gefasst. Ich holte mir an der nächsten Tankstelle einen Kaffee und etwas Gebäck, rückte mir einen Stuhl in die Sonne, zog Schuhe und Socken aus und sah den Segelfliegern zu, die sich an der Winde abmühten.

25 Jahre eigene Fliegerei zogen vor meinem inneren Horizont an mir vorbei. Es sollte heute nicht sein und ich konnte damit umgehen. Immerhin konnte ich damit besser umgehen, als mit den vielen anderen Situationen, an die ich nun denken musste, in denen mir irgendjemand (meistens ein Fluglehrer oder Vereinsfunktionär) Vorschriften machte. Situationen, wie diese: Mein erster Flug über eine Stunde in der Abendthermik. Es ist klar, dass nach mir sowie niemand mehr (thermisch) fliegen kann. Dennoch werde ich nach genau 60 Minuten vom Vereinsfeldwebel per Funk zur sofortigen Landung gerufen. Damals habe ich einfach den Funk ausgeschaltet und versucht, die untergehende Sonne und die wunderbar verführerische Röte des Abendhimmels zu genießen. Später, am Lagerfeuer, hat man dann mein böses und unkameradschaftliches Verhalten getadelt und mich mit einer Sperrfrist bestraft.

Immerhin muss ich heute meine fliegerische Sperre selbst verantworten. Und damit kann ich wesentlich besser umgehen! Auch wenn wahrscheinliche die Elektronik schuld daran ist. Erst spät am Abend gelingt es mir, mit Hilfe von Jürgen, meinen Vermieter, den Motor wieder einzufahren. Er ist Mess- und Regelungstechniker und hat die Motorsteuerung des Apis 2 mit wenigen Blicken verstanden. Er ist der Mann der Stunde, kennt sich mit „Endschaltern“ aus - ganz anders als ich. Mit dem letzten Licht, für das ich heute einen ganz anderen Blick habe, als bei dem ersten Stundenflug vor vielen Jahren, schaffen wir es, den Motor einzufahren. Der Flieger bleibt eingehüllt in seine Allwetterbezüge über Nacht draußen. Unseren kleinen Erfolg „feiern“ wir mit je einem Big Mac im nahegelegenen McDonalds. Morgen werde ich versuchen, den Apis 2 flott zu bekommen, damit wieder alles super klappt.

6. Mai 2011

Magische Momente

Ohne Vorankündigung änderte sich alles: das Licht, die Stimmung, die inneren Fragen, die drängten. Für einem Moment, nicht länger als ein paar Minuten, Minuten, die man ansonsten im Alltagsleben gerne mit allerlei Belanglosigkeiten vertrödelt, für diesen, um ein wenig Hoffnung verlängerten Augenblick, war alles fraglos stimmig: Ich wusste wer ich war und was ich tat. Ich wusste, warum ich unter dieser Wolke flog und warum ich in diesem Flieger –meinen Apis 2 – saß. Alle anderen Fragen waren entrückt. Hätten sie mich aber erreicht, so hätte ich auf jede einzelne eine stimmige Antwort parat. Indem ich so fühlte und dachte, existierte ich als Mensch voll und ganz.
Nachdem ich ein paar kleinere technische Schwierigkeiten überwunden hatte, zogen wir gemeinsam den Flieger an den Start. Wir, dass sind immer meine geliebte Frau und ich. Sie begleitet mich durch das Leben und sie gibt mir – hier im wörtlichen Sinne – Starthilfe. Heute rollte ich zum ersten Mal alleine von der Wiese (auf der ich meine Startvorbereitungen mache) auf die große, für meinen kleinen Flieger völlig überdimensionierte Startbahn in Donaueschingen. Ich gab stetig Gas und beschleunigte. Auch dieser Moment war in einer gewissen Weise magisch, oder sollte ich besser sagen: erhebend. Ich startete mit einem Segelflugzeug alleine, ohne fremde Hilfe, ohne die verhasste Winde, ohne den aufwendigen F-Schlepp. Nach ein paar Metern hob ich ab und stieg stetig in den Himmel. Nach Erreichen der Sicherheitshöhe drehte ich nach Norden, weil dort die Wolken standen, im Süden war es blau. Diese Wolken waren mir dann aber doch zu weit weg, ich hatte keine Lust, das kleine Motörchen, das den Apis 2 und mich in den Himmel zog, mehr als notwendig zu quälen. Also schwenkte ich nach Westen, Richtung Schwarzwald und steuerte eine kleine Wolke an, die mir als Plattform für diesen Flugtag dienen sollte.
Der Motor fuhr – anders als sonst – problemlos ein. Ich stieg in den Thermikbart ein und fand nach ein paar Versuchen das Zentrum. Ab nun war ich ein reines Segelflugzeug, ein ultraleichtes zudem. Schnell stieg ich und schnell merkte ich, was dieser Tag, der für mich erst mit einen Start um 16 Uhr Ortszeit begonnen hatte, noch alles zu bieten hatte.
Immer weiter, von Wolke zu Wolke flog ich nach Westen und immer weiter hob sich die Basis. Ich war nun mitten über dem Hauptkamm des Schwarzwaldes und ich fühlte mich sicher. Unter mir, die tief eingeschnittenen Täler, die Sonnen- und die Winterhänge, die Wälder. Zum ersten Mal konnte ich entspannen und die Rapsfelder, die mich saftig gelb aus der Ferne anblinkten, genießen. Ich ergötzte mich an den Lichtreflexen der Bäche und fand mich schon hoch über dem Titisee von wo aus ich souverän weiter zum Schluchsee glitt.
Nun wurde es Zeit für den Feldberg, auf dessen Gipfel noch die letzten Reste des Schnees lagen. So wurde das Fliegen für mich in zweifacher Weise zur Zeitmaschine. Hier, am Feldberg herrschte noch eine Art Winter und gleichzeitig schien auch für mich die Zeit stehen zu bleiben, unter dunklen Wolken. Ich schwenkte nach Norden, nachdem ich Freiburg gestreift hatte. Nun begann eine wundersame Reise, ein Flugerlebnis, wie es sicher nicht alltäglich war. Bis Freudenstadt flog ich immer weiter nur im Delfinflug, ohne einen Kreis, immer ein Stückchen weiter, mal nach Osten, mal nach Westen schwenkend. Einmal grüßte ich einen Gleitschirmpiloten, einmal zeigte mir ein Vogel, den ich nicht identifizieren konnte, das beste Steigen. Ich spürte hier förmlich die Energie und ich fühlte mich zunehmend glücklich. Wie gut war doch die Entscheidung gewesen, meinem Schreibtisch zu entfliehen. Welches Glück, einen Beruf zu haben, der mir dies auch während der Woche ermöglichte. Aber es war wie immer: Zunächst waren viele Gedanken in mir aufgestiegen, die versuchten, genau das zu verhindern, nach dem ich mich am meisten sehnte. Es ist zu spät, es lohnt sich nicht. Und doch war da ein Impuls, eigentlich reichte es mir schon, die Wolken anzusehen und dann stand fest: Wir fahren.
Erst über Freudenstadt machte ich meinen ersten Kreis. Ich kehrte um. Im Gegenlicht entstand dann, was sich mir als magischer Moment in die Erinnerung eingrub: Über dem gesamten Hauptkamm des Schwarzwaldes stand eine einzige Wolkenstraße. Bedrohlich dunkel wirkten die Unterseiten der Wolken, die sich ineinanderschoben. Ich suchte mir eine gute Linie, flog langsam, wenn es stieg. Mühelos ging es so voran, nicht schnell, dafür direkt angebunden an die Kraft der Natur. So stark war diese Kraft, dass ich sogar zum ersten Mal in meiner Fliegerzeit unter einer Wolke die Klappen ziehen musste, damit ich nicht hineingesaugt wurde. Immer schneller wechselten sich dunkele Abschnitte mit gleißend hellem Licht, das wie eine Befreiung wirkte. Bald aber gab es nur noch eine einzige geschlossene Wolkendecke, unter der ich zweifelnd entlang flog, weil ich befürchtete, dass durch die Abschottung des Sonnenlichts auch die Thermik zusammenbrechen würde. Das Gegenteil war der Fall. Immer sicherer trug mich die Kraftlinie unter den Wolken bis dann dieser magische Moment entstand.
Alles war so einfach. Ich war absolut eins mit mir und meiner Umgebung. Der Flieger war ein Teil von mir. Eines, das mich lange gesucht hatte, oder war ich der Suchende? Es war nicht allein die Höhe, es waren nicht allein die Kontraste. Es war das Gefühl, das absolut einzig Richtige zu tun. Dieses Gefühl hatte seine Berechtigung, nicht für das gesamte Leben, aber für diesen magischen Moment.

18. April 2011

Zwei Erstflüge

Vielleicht nimmt die Fähigkeit zur Euphorie mit den Jahren einfach ein wenig ab und wir müssen uns damit zufrieden geben, uns stiller und gelassener zu freuen. Was aber nicht weniger wird, ist die Aufregung vor dem ersten Flug in einem neuen Flugzeug, einem Flugzeug, das man nicht kennt.
Am Sonntag fuhren wir mit dem Apis 2 im Hänger nach Mengen, einem ehemaligen Militärflugplatz mit einer riesenlangen Piste. Uli - der ganz wesentlich an der Entwicklung dieses wunderschönen Flugzeuges beteiligt war und sicher jede Schraube kennt - wartete schon. Nachdem wir den Apis 2 mühelos aufgebaut hatten, wurde es schnell ernst. Das Betriebshandbuch hatte ich natürlich schon am Abend vorher durchgearbeitet.
Ich erinnerte mich an diesem Abend an die Zeit in der Flugschule Feuerstein, die zwei Wochen, in denen ich die Grundzüge des Fliegens erlernte. Ich war 18 und ernährte mich zwei Wochen lang von Brötchen und kalten Bockwürsten weil ich kein Geld hatte jeden Abend in der Gastwirtschaft essen zu gehen. In der Nähe des Fluggeländes wohnte ich bei einer älteren Dame in einem Zimmer unter dem Dach. Jeden Abend setzte ich mich im Bett auf, nahm ein 30 cm-Lineal zwischen die Beine und verwandelte es gedanklich in einen Steuerknüppel. Lange bevor Streckensegelflieger sich Bücher über „Mentales Training“ kaufen konnten, stellte ich mir einfach vor, ich flöge. Und ich steuerte mit dem Lineal, flog Starts, Kurven und Landungen. Jeden Abend, auch in Ermangelung eines anderen Programms, probte ich so stundenlang im Kopf. Ich bin mir sicher, dass es mir halb, mir relativ schnell zurecht zu finden. Nach 10 Tagen und 37 Starts flog ich zum ersten Mal alleine.
So ähnlich ging ich auch diesmal vor. Im Kopf flog ich durch alle normalen und unnormalen Flugzustände. Aber nun saß ich nicht auf dem Bett und hatte ein Lineal zwischen den Beinen, ich saß in meinem neuen Flieger und stand am Start. Letzte Einweisungen und Tipps von Uli verstärken das Grundvertrauen, dass ich inzwischen in den Apis 2 hatte. Ich machte mich startbereit und meldete mich am Tower.
Langsam schob ich den Gashebel nach vorne und passte auf , dass die leichte Biene (Apis bedeutet „Biene“ auf lateinisch) nicht auf die Schnauze ging. Der rechte Flügel, der gerade noch am Boden rollte, hob sich, ich nahm Fahrt auf, gab nun Vollgas und beschleunigte auf der Piste, die eigentlich für Donnervögel gedacht war, nicht für Bienen.
Dann kam der Moment, von dem ich lange geträumt hatte und an den ich zwischenzeitlich gar nicht mehr glauben wollte. Mit der Kraft des kleinen eingebauten Motors hob ich ab und stieg zügig in den Himmel. Der Begriff „Eigenstarter“ nahm schlagartig eine andere, eine persönliche, Bedeutung für mich an. 25 Jahre Fliegerei rauschen durch meinen Kopf, lange Wochenenden an irgendwelchen Flugplätzen, Tage, an denen ich der Willkür der Startleiter und Fluglehrer ausgesetzt war, Stunden des Wartens, um dann einen Flug von drei Minuten Dauer an der Winde zu absolvieren, genug für heute, jetzt kommt ein anderer dran. Das ist nun vorbei, ohne dass ich es bereue! Alle diese Erfahrungen waren wichtig! Umwege erhöhen die Ortskenntnisse. Die Erfahrungen mussten gemacht werden, um schätzen zu können, was ich gerade erlebte: Im eigenen Flieger aus eigener Kraft zu starten. nicht alles sein.
Sehr hoch stieg ich nicht bei diesem ersten Start, denn ich hatte zuvor ausgemacht, gleich wieder zu landen und dann einen längeren Flug durchzuführen. Als ich den Motor einfahren wollte, gibt es irgendein Problem, die Anzeige signalisierte „Status Failure“. Zum Glück hatte ich das Betriebshandbuch mehrfach gelesen. Es war ärgerlich, aber ich hatte kein Problem damit, sondern schaltete (wie empfohlen) die Motorsteuerung aus und dann wieder ein. Danach ließ sich der Motor ohne erneute Probleme einfahren. Ein paar Kreise links und rechts, dann war ich davon überzeugt, dass der Apis 2 auf mich hört. Schnell war die Höhe verbraucht und ich meldete mich zur Landung. Parallel zu mir flog ein Motorflieger in der Motorflugplatzrunde. Aber ich nutzte die Segelflugplatzrunde. Dieses Flugzeug ist ein Zwitter: formal ein Ultraleichtflugzeug, technisch ein eigenstartfähiges Segelflugzeug. Ich war gespannt, zu welchen Verwirrungen dies in Zukunft führen würde. Es sollten einige sein.
Nach der Landung wurde ich von meiner Frau mit einem selbstgepflügten Wiesenblumenstrauß begrüßt. Sie hatte Tränen in den Augen - Freudentränen. So viel bedeutet es ihr, mich glücklich zu sehen. So viel bedeutet es mir, so geliebt, so verstanden zu werden. Es war nicht mein erster Alleinflug, so wie damals auf Burg Feuerstein, aber es war der Erstflug in eine neue fliegerische Epoche. Wir umarmten uns auf der Wiese und wurden uns des großen Glücks bewusst, dass denjenigen Menschen gegeben ist, die entscheidende Momente des Lebens teilen und sich nicht erst am Abend im Vorbeigehen davon berichten, was gewesen ist.
Leider war beim ersten Flug eine Feder am Schalldämpfer des Motors gebrochen - die Ersatzfeder lag zu Hause. Damit blieb es an diesem Tag bei einem Flug. Wir bauten ab und fuhren zurück nach Donaueschingen. Obwohl dieser Flug kurz gewesen war und ich allen Grund zum Ärgern gehabt hätte, war ich auch froh, diese intensiven Eindrücke erst einmal verarbeiten zu können.
Schon am nächsten Tag machte ich meinen zweiten Erstflug. Diesmal den ersten Start von Donaueschingen aus. Nun blieb ich gleich ein paar Stunden in der Luft und genoss die Thermik. So wie es sich gehörte.